Laserbehandlung

Die Abkürzung “Laser” steht für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation. Das bedeutet so viel wie: Lichtverstärkung durch angeregte Strahlung. Laser ist eine besondere Form verstärkten Lichtes. Es entsteht durch Bündelung gleichgerichtet schwingender Lichtstrahlen. Diese sind so stark, dass sie sogar Gewebe durchtrennen können.

In unserer Praxis verwenden wir verschiedene Lasergeräte (Argon- und YAG-Laser) nach neuestem technischem Standard. Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Eine Laserbehandlung ist zudem meist mit weniger Komplikationen verbunden als vergleichbare chirurgische Methoden.

Diabetischer Netzhauterkrankung

Allein in Deutschland erblinden durch Diabetes jährlich über 6000 Menschen neu. Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung eines evtl. Diabetes ist daher dringend empfehlenswert und kann entscheidend für weitere Behandlungsmöglichkeiten sein.

Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Regulierung des Zuckerhaushaltes im Körper gestört ist. Durch den konstant hohen Blutzuckerspiegel bei Betroffenen, gefördert durch Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen, können Organe langfristig geschädigt werden. Insbesondere sind davon die Augen oder Nieren betroffen. Diese Schäden beruhen meist auf der Erkrankung kleinster Blutgefäße. Diese befinden sich auch auf der Netzhaut und können bei Beeinträchtigung anfangen zu bluten. Die Folgen: eine erhebliche Minderung der Sehkraft oder im schlimmsten Falle sogar die Erblindung. Da ein Diabetes oft nicht früh genug erkannt wird, empfehlen wir Ihnen eine regelmäßige Diabetes-Vorsorge zu Ihrer Sicherheit. Eine Untersuchung des Augenhintergrundes und damit der Netzhaut gibt rechtzeitig Aufschluss über krankhaft bedingte Unregelmäßigkeiten. Heute ist es jedoch möglich, die Netzhaut mit einem modernen Laser (Argonlaser) völlig unblutig und schmerzarm zu behandeln. Die Vorgehensweise ist, vereinfacht ausgedrückt, dass der Laser mangeldurchblutete und krankhafte Teile der Netzhaut verödet, damit die gesunden Bereiche besser versorgt werden können. Dadurch wird auch die Neubildung krankhafter Gefäße gestoppt. „Undichte Netzhautareale“ können zudem gezielt abgedichtet werden.

Laserbehandlung bei Netzhautrissen

Bei Netzhautrissen oder -löchern kann man mittels Laser verhindern, dass es zu einer Ablösung der Netzhaut kommt. Durch die thermische Wirkung des Lasers kann man die Netzhaut wieder an die darunter liegende Aderhaut und Lederhaut „heften“.

Behandlung des Nachstars

Häufig kann es Wochen oder Monate nach der Star-Operation noch einmal zu einer allmählichen Sehverschlechterung kommen. Diese Erscheinung nennt man Nachstar. Ohne erneute Operation werden diese Trübungen mit einem Laser endgültig beseitigt, gutes Sehen ist dann sofort wieder möglich.

Laserbehandlung beim Glaukom (SLT)

Ein Glaukom (Grüner Star) geht oft mit einer Erhöhung des Augeninnendruckes einher. Grund dafür ist in den meisten Fällen eine Störung (Blockierung) des Kammerwasserabflusses. Man spricht dann von einem Offenwinkel- oder Weitwinkelglaukom, welches mit über 90 Prozent als die häufigste Erkrankungsform gilt. Wenn der Augeninnendruck durch Medikamente nicht ausreichend abgesenkt oder die Medikamente nicht vertragen werden, kann als Alternative eine Behandlung mit SLT in Betracht gezogen werden.

Die Abkürzung SLT steht für Selektive Laser Trabekuloplastik – eine hoch wirksame Lasertherapie, die den erhöhten Augeninnendruck reduziert. Durch spezielle grüne Laserlichtimpulse kann die Laserenergie gezielt auf die Pigmentzellen im Auge gerichtet werden, dadurch wird ein körpereigener Selbstheilungsprozess in Gang gesetzt. Die betroffenen Zellen erneuern sich und das Kammerwasser kann schließlich wieder ungehindert abfließen. Bei dieser nicht-invasiven Therapie wird das umliegende Gewebe geschont. Der Eingriff ist schmerzlos und dauert nur wenige Minuten.